Masterstudiengang: Klima- und Umweltwandel an der Universität Mainz

Aus FORUM der Geoökologie 24 (3), 2013
Von Stephanie Grim und Barbara von der Lühe

Das Management von Georisiken sowie die Folgen des anthropogenen Klimawandels stehen zunehmend im Vordergrund des öffentlichen Interesses. Im Rahmen der Global Change-Diskussion erhöht sich somit zunehmend der Bedarf an berufsqualifizierenden Vertiefungs- und Aufbaustudiengängen in den Bereichen der Erkennung, Prävention und Anpassung an Klima- und Umweltveränderungen. Gerade in diesem Bereich ist mit einer erweiterten Nachfrage nach Geographen zu rechnen. Daher bietet das Geographische Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz seit 2011 gezielt den Studiengang "Klima- und Umweltwandel" an. Das Programm bietet eine wissenschaftlich orientierte Ausbildung mit dem Fokus auf geographischen Aspekten des globalen Klima- und Umweltwandels. Der Masterstudiengang ermöglicht eine fachspezifische und interdisziplinäre Vertiefung mit dem Ziel, eine wissenschaftliche Tätigkeit aufzunehmen oder sich in einen praktischen Beruf einzuarbeiten. Die Ausbildungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Paläoklimatologie, Geoarchäologie, Bodenkunde und Stadtklimatologie.

Struktur der Ausbildung

Der zweijährige Studiengang setzt sich aus Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlmodulen sowie der Masterarbeit zusammen. Der Unterricht wird von Dozentinnen und Dozenten erteilt, die größtenteils in der Wissenschaft tätig sind. Unterrichtssprachen sind Deutsch und Englisch.

Erstes Studienjahr:

Vertiefende Kenntnisse in Klimaprozessen, Klimawandel und Landschaftsentwicklung sind obligate Bestandteile des Studiums. Dazu können wahlweise zwei der folgenden Module belegt werden: "Geomorphologie & Hazards", "Stadtklimatologie", "Landschaftsgenese & Böden" oder "Klimarekonstruktionen". Zusätzlich werden die Module "Paläoklima", "Analytische Paläontologie", "Kulturelle Konsequenzen" aus dem Fächerkanon der Kooperationsfächer angeboten. Der interdisziplinäre und wissenschaftliche Ansatz der Ausbildung wird durch eine wöchentliche Lecture Series gefördert, zu der geladene Referenten der eigenen oder anderer Hochschulen vortragen, die auf ihrem Forschungsgebiet führend sind.

Zweites Studienjahr:

Im dritten Semester beinhaltet der Studienverlaufsplan einen Aufenthalt an einer anderen Universität im In- oder Ausland oder wahlweise die Möglichkeit, ein berufsorientiertes Praktikum zu absolvieren. Diese obligatorische Einheit bietet den Rahmen, eigenständigen, praktischen Arbeitens. Die Möglichkeit zu einem Praktikum bzw. Auslandsaufenthalt soll die Chancen am Arbeitsmarkt erhöhen und helfen, Lehre und Forschung am Standort Mainz international zu vernetzen. Die theoretischen und praktischen Grundlagen aus dem ersten Studienjahr werden im zweiten Studienjahr in Form einer Projektarbeit in mindestens einem der Wahlpflichtmodule "Klimaveränderungen und Anpassung", "Geosphäre und Umwelt im Wandel" und/oder "Stadtklima und Luftreinhaltung" und "Biogeochemical Cycles & Global Change"" vertieft. Diese Konzeption ermöglicht es den Studierenden, bereits im dritten Semester einige Grundregeln empirisch basierter Forschungsarbeit im Rahmen von Fragestellungen zum Klima- und Umweltwandel zu erlernen. Den Abschluss des M.Sc. "Klima- und Umweltwandel" stellt die Masterarbeit dar, die im vierten Semester angefertigt wird.

Qualifikationen

Zu den Fach- und Methodenkompetenzen, die im M.Sc. "Klima- und Umweltwandel" erworben werden, zählen neben praktisch orientierten Labor- und Projektarbeiten auch mehrwöchige Geländeaufenthalte. Eine fundierte Kenntnis wissenschaftlicher Methoden ist ebenso Teil der Ausbildung wie die auf spezifische Probleme bezogene Anwendung geographischer und fachbezogener Software.

Fachbezogene Kenntnis und erweiterte Kompetenzen


Potentielle Berufsfelder

Im Masterstudiengang werden den Studierenden Kenntnisse und Kompetenzen vermittelt, die sie für eine berufliche Tätigkeit oder weitergehende Forschungstätigkeiten in den Bereichen Georisiken und Klimawandel befähigen. Nach erfolgreicher Beendigung des Masterstudiums haben die AbsolventInnen eine international anerkannte Qualifikation erlangt, die es ihnen ermöglicht, die erlernten Fertigkeiten und Kenntnisse in Wissenschaft und Praxis anzuwenden. Insbesondere bereitet der Studiengang auf Tätigkeiten als ForscherIn an Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen sowie als wissenschaftliche/r MitarbeiterIn in Bundes- und Landesämtern und anderen Fachbehörden vor. Wichtigstes Merkmal der Ausbildung am Geographischen Institut ist die Methodenkompetenz der Studierenden. Die potentiellen Arbeitsfelder liegen daher in allen Bereichen, in denen komplexe Fragestellungen analysiert oder gemanagt werden sollen.

Voraussetzungen

Der M.Sc. "Klima- und Umweltwandel" ist als konsekutiver Studiengang konzipiert, wobei für eine Zulassungsberücksichtigung ein abgeschlossenes Bachelorstudium in Geographie oder in einer verwandten Fachrichtung vorausgesetzt wird. Die Bewerbung ist jährlich möglich. Weitere Informationen: Studienbüro Uni Mainz

Weitere Informationen auch bei Kim Krames, Studienmanagerin Geographisches Institut der JGU Mainz, E-Mail: Kim Krames

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Letzte Änderung: 02.01.2014